Informationen über die Aktion 2008 [siehe]
Was wurde aus "Kinder helfen Kindern" in Bulgarien?
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Am 15. März 2010 wurde das Kinderzentrum "Bunte Welt" in Varna eröffnet
Die Idee, einen Kindergarten in der Kirche zu machen, ist und bleibt eine große Herausforderung. Vielleicht ist es ganz natürlich, dass in Westeuropa eine Kirche eine solche Einrichtung führt und organisiert, aber für die bulgarische Realität ist das ein Pionierprojekt.
Zunächst musste viel mehr in den Räumen gemacht werden, als es ursprünglich vorgesehen war, denn die Sanitätsbehörde hatte ihre Vorschriften für solche Kindereinrichtungen im letzten Jahr massiv verschärft. Das ist aber kein Verlust – so werden die Kinder in ganz neu renovierten Räumen ihre Tage verbringen.
Es wurde Laminatboden verlegt, die Wände wurden neu mit Gipskarton gemacht und in Farbe gestrichen – dies war eine Forderung der Sanitätsbehörde, ebenso wie die Renovierung der Sanitärräume. In allen Räumen wurden Klimageräte montiert, da die Zentralheizung der Kirche vor ein paar Jahren einen Totalschaden erlitten hatte und praktisch nie repariert werden kann. Es wurden Kombibetten für 24 Kinder, Regale im Großraum sowie Kleiderschränke für 20 Kinder angefertigt. Dazu kam der Kauf von Küchengeschirr, Besteck und Essgeschirr und diversen Dekorations- und Werbematerialien.
Zwei Lehrerinnen und zwei Hilfskräfte arbeiten in zwei Schichten. So ist es in bulgarischen Kindergärten üblich und eine Vorschrift des Ausbildungsministeriums. Wenn die Zahl der Kinder wächst und 15 übersteigt, muss eine weitere Lehrerin angestellt werden – auch dies eine Vorschrift des Ausbildungsministeriums. Die Gehälter sind minimal für eine solche Arbeit, genau wie die Gehälter der Angestellten in staatlichen Kindergärten und deutlich geringer als die Bezahlung in Privateinrichtungen.
Die Verpflegung der Kinder wird auswärts zubereitet und angeliefert, um das Kochpersonal zu sparen.
Am Montag, 15. März 2010, fand die feierliche Eröffnung des Kindergartens statt und seit Dienstag, 16. März 2010 kommen die Kinder in den Kindergarten. Um die Arbeit nach Auslaufen der Unterstützung der Aktion «Kinder helfen Kindern» finanziell tragen zu können, werden nicht alle Kinder aus armen Verhältnissen kommen. Angestrebt wird, dass auch Kinder kommen, deren Eltern einen Beitrag leisten, der die eigentlichen Kosten für ihr Kind übersteigt und die Kosten der Kinder aus schwierigen Lebenssituationen mitträgt. Die Gemeinde in Varna ist überzeugt, dass sie mit diesem neuartigen Projekt vielen Kindern in Not helfen wird.
"Einen ganz herzlichen Dank allen, die durch ihre Opferbereitschaft dieses Projekt möglich gemacht haben. Das ist ein Dienst für die Kinder von Varna, und wir sind dankbar, dass wir zusammen diesen Dienst tun können", schreibt Pastor Samuel Altunian.
Auch in der Stadt Russe an der Grenze zu Rumänien soll auf dem Gelände der Kirche ein Kinderspielplatz eingerichtet werden.
Hier können dann sowohl Gemeindekinder, wie auch Kinder aus der Nachbarschaft spielen. Das Projekt wird auch als Möglichkeit verstanden, mit Menschen, die nicht zur Kirche gehören, in Kontakt zu treten.
In der Stadt Schumen soll ebenfalls ein Kinderspielplatz für die Kinder im Kindertageszentrum der Gemeinde und für die Kinder aus dem Stadtbezirk eingerichtet werden.
Es ist auch geplant, ab Herbst 2010 sonntags abends Kinder- und Jugendgottesdienste zu veranstalten und dazu Kinder aus dem Kindertageszentrum, dem Stadtbezirk und kirchendistanzierte Jugendlichen dazu einladen. Die Beschallung in der EMK-Schumen ist ca. 25 Jahre alt. Mischpult und Lautsprecher sind in sehr schlechtem Zustand. Die Gemeinde kann eine neue Beschallung nicht finanzieren, da sie die laufenden Betriebskosten noch nicht ganz decken kann.
In dem kleinen Städtchen Ljaskovez hat die Gemeinde das Projekt "Brücke in die Zukunft" gestartet
Und was ist für die Zukunft wichtiger als Bildung?!
Im Jahr 2009 haben 20 Kinder lesen und schreiben in der Bulgarischen Sprache gelernt. Aber warum lernen sie das nicht in der Schule? 90 % der Kinder sind Roma oder türkischer Herkunft und haben damit eine schlechtere Ausgangsposition in der Schule, weil bulgarisch teilweise nicht ihre Muttersprache ist. Jetzt können die Kinder nach der Schule in die Gemeinde kommen und werden dort den ganzen Nachmittag von einer pensionierten Lehrerin unterrichtet. Sie hat viel Erfahrung und arbeitet liebevoll und geduldig mit den Kindern. Kurz vor Weihnachten haben die Kinder eine kleine Prüfung abgelegt. Sie sollten ihre Namen und die der Eltern aufschreiben, dazu die Straße und Hausnummer, wo sie wohnen. Für die Mitarbeiter war es sehr bewegend zu sehen, wie diese Kinder das Alphabet aufsagen können und mit Eifer schreiben und lesen.
Die Kinder stammen aus sehr armen Familien. Manche Familien haben 10 bis 12 Kinder. Deshalb gibt es nach dem Unterricht noch eine Mahlzeit. Für die Bedürfnisse der Kinder wurde ein Kühlschrank gekauft, ein Mikrowellen-Gerät, ein Boiler, einen Apparat für Trinkwasser, Regale, eine Klimaanlage und andere nötige Dinge.
Eine Kassiererin und Buchhalterin hat die Finanzen unter sich und überprüft die Essensausgabe - 2 Leva (1 Euro) pro Tag. Die Lehrerin, die Buchhalterin und ein Hausmeister – sie gehören alle zur Gemeinde – erhalten für ihren Dienst jeweils die Hälfte eines monatlichen Minimalgehalts.
Alle Kinder besuchen sonntags die Sonntagsschule und freuen sich darüber, biblische Geschichten zu hören.
Pastor Ivan Morunov schreibt: "Sowohl die Eltern als auch die Kinder sind der Gemeinde sehr dankbar, auch Ihnen gegenüber für Ihre wunderbare Fürsorge, die Sie uns gegenüber zeigen. Wir beten dafür, dass der Herr Sie segnen wird, und dass wir mehr Möglichkeiten haben, diese Kinder zu bilden, damit sie sich angenommen fühlen von der Umwelt durch Ihre Hilfe. Nehmen Sie bitte die herzlichsten Wünsche von der Gemeinde und den Kindern entgegen."
Diesen Dank können wir einfach nur weitergeben, besonders alle Kinder in unseren Sonntagsschulen und Jungscharen, die sich seit vielen Jahren in großartiger und kreativer Weise in die Verantwortung für die Eine Welt hinein nehmen lassen.
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