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Rundbriefe von Claudia Freund [siehe]

14.02.2011

Eine Zukunft für kranke und behinderte Menschen

Seit 2005 arbeitet Claudia Freund am methodistischen Krankenhaus in Maua, Kenia. In diesem Interview gibt sie uns Einblicke in Ihre Arbeit:

Claudia Freund

Claudia, kannst du bitte mit ein paar Stichworten deine wichtigsten Tätigkeiten beschreiben?
Meine wichtigsten Tätigkeiten liegen im verwaltungstechnischen Bereich.
Ich bin gefordert, im Zusammenhang des Aufbaus der Therapieabteilung schriftliche Anträge, Konzeptausarbeitungen, Richtlinien, Statistiken etc. an das Krankenhausmanagement einzureichen.
Die Ziele, die ich damit verfolge, sind:

  • Einstellung weiterer Physiotherapeuten, um die Patienten besser versorgen zu können
  • Beschaffung von (Mobilitäts)Hilfsmitteln wie Rollstühle, Gehstützen, Schienen etc. zur Versorgung für Patienten/Klienten auch in ihrer häuslichen Umgebung
  • Entwicklung von Behandlungskonzepten
  • Zusätzlich bin ich auch verantwortlich für Medizinstudenten aus Übersee und Praktikanten sowie ehrenamtliche Mitarbeiter aus Deutschland
  • Oft werde ich auch vom Krankenhaus in andere Bereiche gerufen, in denen Unterstützung gebraucht wird

Welche der genannten Arbeiten macht Dir am meisten Freude?
Am meisten Freude macht mir, wenn ich mit Patienten direkt arbeiten kann - nur leider kommt dies zu kurz, da mich die im oben genannten Absatz erwähnte Arbeit voll in Beschlag nimmt.

Du bist jetzt ja schon ein paar Jahre am Krankenhaus in Maua. Was hat sich in dieser Zeit positiv entwickelt und wo sind neue Schwierigkeiten dazu gekommen?
Positiv entwickelt hat sich, dass wir einen permanenten Physiotherapeuten und eine Orthopädiemechanikerin haben. Die Patientenzahl für Physiotherapie ist steigend, bedingt auch durch die neuen Elektrotherapiegeräte die wir mit Hilfe der EmKWeltmission bekommen haben. Toll finde ich auch, dass ich und meine momentanen Kollegen Sammy und Stella so gut zusammen arbeiten können. Schwierig für das Krankenhaus im Allgemeinen ist die finanzielle Situation und der hohe Mitarbeiterwechsel. Dadurch ist es schwierig, Standards (oder Projekte) zu erhalten oder gar zu verbessern.

Was wünschst Du Dir persönlich von deiner Kirche in Deutschland?
Mich und andere Missionspartner weiterhin im Gebet zu tragen, für Kraft und Weisheit zu bitten. Wünschenswert ist auch, dass wir kritischer denken und keine Angst vor Schwierigkeiten oder „Gegenwind“ haben, sondern fest auf Gottes Zusagen vertrauen.

(Projektnummer 5120)