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Neue Regeln für Missionsdienst unter brasilianischen Indianern [siehe]
Ein guter Weg für die Kaiowá
Seit über 20 Jahren gibt es die methodistische Mission Tapepora. Tapepora heißt übersetzt »Ein guter Weg«. Das Projekt arbeitet bei den Kaiowa-Indianern im Reservat nahe der Stadt Dourados im brasilianischen Matto Grosso. Den größten Teil der letzten 20 Jahre lebt und arbeitet das Ehepaar Costa mit den Kaiowa, von denen etwa 8.000 im Reservat leben. Die Arbeit richtet sich besonders an die Kinder und Jugendlichen der Indianer. Mit zweisprachiger Schulausbildung, landwirtschaftlicher Beratung und Gesundheitsarbeit versucht die methodistische Kirche, an der Seite der Indianer zu stehen und ihnen eine Zukunft zu ermöglichen.
Pastorin Christin Eibisch schreibt über ihren Besuch mit einer Reisegruppe aus Deutschland im März 2005 im Dorf Bororo: „Hier lebt das indigene Volk der Kaiowá – Guaraný. Pastorenehepaar Ima und Paulo Costa haben durch viele Jahre glaubwürdigen Dienstes das Vertrauen der Kaiowá gewinnen können. Im Auftrag der Kirche initiierten sie verschiedene Projekte, die von den Einwohnerinnen und Einwohnern selbst gestaltet und geleitet werden. Alle Projekte sind Ergebnisse eines langen Lernprozesses. „Wir müssen den Kaiowa zuhören und im Zusammenleben Möglichkeiten suchen, für das, was gut für sie ist. Wir bringen nicht das, was wir denken, was gut für sie sei. Im Umbruch, in dem ihre Kultur steht, versuchen wir mit ihnen herausfinden, was gut für sie ist.“ – so erklärte uns Ehepaar Costa den missionarischen Ansatz.
Zuerst wurden wir vom geistlichen Oberhaupt und seiner Familie im indianischen Gemeinschaftshaus willkommen geheißen. Er bedankte sich, dass wir mit unseren Besuch Interesse an ihrem Volk zeigten. So spüren sie, dass sie nicht vergessen sind. Mich hat das sehr berührt, zu spüren, welche Würde uns und aller Schöpfung entgegengebracht wird. Die Leute leben sehr schlicht in Hütten, gebaut aus Bambus und Stroh. Im sozialen Zentrum unserer Kirche wurden wir von Leuten und ihren Kindern erwartet, die in verschiedenen Projekten arbeiten. Eines davon kümmert sich um die Landwirtschaft. Hier wird alles zur eigenen Ernährung angebaut. In einem Garten wachsen Heilpflanzen und Kräuter. Damit soll die traditionelle Herstellung von Medizin vor Vergessenheit bewahrt werden. Mit Hilfe einer Maschine, der „mechanischen Kuh“, wird Sojamilch produziert. Dies ist eine Maßnahme gegen die Unterernährung, von der besonders Kinder betroffen waren. In einem anderen Projekt stellen Frauen Hängematten her, die ja die typischen Betten der indigenen Völker sind. Im Rahmen des Gesundheitsprogramms
Die EmK-Weltmission unterstützt dieses Projekt. Zweckgebundene Spenden sind unter der Projektnummer 4150 willkommen.




