Africa University: HIV/AIDS Programm wird fortgesetzt
Während der Sitzung des Africa University Development Committees in Nashville, Tennessee (USA) berichtete die Leiterin des AIDS/HIV Programms, Dr. med. Abigail Kwangwende, über die Zukunft des gemeinsamen Programms zwischen der Africa University und dem St. Jude Children’s Hospital Research Center in Memphis, Tennessee.
"Die Zusammenarbeit auf dem medizinischen Gebiet mit der Africa University wird fortgesetzt, ebenso das Pilot-Impfprogramm in Simbabwe. Dafür müssen aber noch medizinische Probleme ausgeräumt werden. Die Einrichtung der Labors für die Fakultät für das Gesundheitswesen wird abgeschlossen und auch weiter vom St. Jude Hospital finanziert." Die Unterbrechung des AIDS/HIV hatte vorübergehend Verunsicherungen ausgelöst. St. Jude hat versichert, dass nur medizinische Komplikationen beim Einsatz der Impfsera diese Entscheidung herbeigeführt hatten und nicht die gegenwärtige politische Situation in Simbabwe. Dr. Kwangwende führte auch Gespräche mit dem Vanderbilt University Hospital in Nashville, das an einer Kooperation mit der Africa University auf dem Gesundheitssektor stark interessiert ist.
Das Development Committee (Arbeitsgruppe für Aufbau und Entwicklung) trifft sich einmal im Jahr zu einer Arbeitssitzung in Nashville, TN, einem Zentrum der Evangelisch-methodistischen Kirche weltweit. Dort werden die Planungen für den weiteren Ausbau der Africa University koordiniert. Gleichzeitig werden Menschen geehrt, die sich außergewöhnlich für die Aufbau der Universität eingesetzt haben.
Der amtierende Uni-Präsident, Prof. Tagwira, berichtete, dass die Hochschule trotz der problematischen politischen und wirtschaftlichen Lage (Inflationsrate 11,3 Mio %!) in der Lage ist, die Vorlesungen zu halten und der Verpflegung der fast 1.300 Studierenden zu gewährleisten. Neu immatrikuliert wurden 456 Personen, 116 repräsentieren 22 Länder. Tagwira bat die Kirchenglieder der weltweiten Kirche, weiter den Aufbau der Universität zu fördern und für die Universität und den Frieden in Simbabwe zu beten.
Als Antwort auf die gegenwärtige, angespannte finanzielle Lage der Universität hat die EmK-Weltmission auf Vorschlag von Bischöfin Wenner kurzfristig 3000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung gestellt.
Aufsichtsratmitglied Pastor Heinrich Meinhardt (Berlin) wurde beauftragt, Bischöfin Wenner und der EmK für die gute Aufnahme des Chores während der Konzertreise im Mai zu danken wie auch für die aktuelle Unterstützung. Ebenso wurde er gebeten, der Stadt Oranienburg, der Stiftung Sachsenhausen, der Domino World und der Deutschen Botschaft in Simbabwe zu danken, dass sie den 14-wöchentlichen Einsatz von zwei Praktikantinnen ermöglicht haben.
Text und Fotos: Heinrich Meinhardt




